Afrika-Pressepiegel der Afrika Stiftung, KW 49: Raus auf die Straße

das_logoWahlen in Ghana: Nach dem überraschenden Oppositionssieg letzte Woche in Gambia begannen am Mittwoch die nächsten westafrikanischen Wahlen. Dieses Mal in Ghana, das in punkto Demokratie, nicht zuletzt aufgrund wiederholter friedlicher Machtwechsel, als Musterland gilt. Auch wirtschaftlich zählte der Staat mit seinen rund 26 Millionen Einwohnern und Einwohnerinnen bis vor wenigen Jahren zu den Aufsteigern in der Region. Doch seit 2013 befindet sich Ghana auf einer steilen wirtschaftlichen Talfahrt mit einer Inflationsrate von deutlich über 15 Prozent – vor allem die Jugendarbeitslosigkeit entwickelt sich zu einem immer größeren Problem. Der amtierenden Regierung wird finanzielles Missmanagement und Korruption vorgeworfen. So zeichnet sich bereits ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem amtierenden Präsidenten John Mahama und dem zum dritten Mal als Herausforderer antretenden Nana Akufo-Addo ab. Letzterer siegte 2012 nur knapp vor Mahama. Weiterlesen

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon: Erklärung zum Internationalen Tag der Menschenrechte, 10. Dezember 2016

ban_sgIn meinen zehn Jahren als Generalsekretär habe ich wiederholt betont, dass die drei Säulen der Vereinten Nationen – Frieden, nachhaltige Entwicklung und Menschenrechte – in einer wechselseitigen Beziehung stehen. Gemeinsam bilden sie die Grundlage belastbarer und solidarischer Gemeinschaften, die auf Teilhabe, Gerechtigkeit und Rechtstaatlichkeit gründen. Weiterlesen

Ein Charter für Tschad – Panalpina führt unentgeltlich UNICEF Hilfsflug durch

tschad-unicefUNICEF und Panalpina arbeiten bereits im vierten aufeinanderfolgenden Jahr zusammen, um Hilfsgüter in ein afrikanisches Land zu fliegen, in dem Bevölkerungsmigrationen, Ernährungsunsicherheit, Mangelernährung und Naturkatastrophen einen Gesundheitsnotstand und eine prekäre humanitäre Situation ausgelöst haben. In den Morgenstunden landete eine von Panalpina gecharterte Frachtmaschine im Tschad: An Bord mehr als 80 Tonnen lebensrettende Hilfsgüter für die Trinkwasser-, Lebensmittel- und Sanitärversorgung. Weiterlesen

Nährstoffversorgung: Neue Software deckt versteckte Mangelernährung in Äthiopien auf

aethiopien-foodForscher der Universität Hohenheim entwickeln Tablet-Anwendung als neues Tool für die Beratung / Ein Werkstattbericht: Fehlgeburten, hohe Krankheitsanfälligkeit und Hirnschäden: Nährstoffmangel hat in vielen Ländern fatale Folgen. Dabei ließe sich Mangelernährung oft mit wenig Aufwand lindern – wenn man wüsste wer zu den Betroffenen zählt. Ernährungswissenschaftler der Universität Hohenheim entwickeln eine Tablet-Anwendung, mit der man die nötigen Daten schnell und präzise erheben kann, und testen sie für Äthiopien. Sie soll künftig als Grundlage zur Beratung dienen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert das Projekt mit über 470.000 Euro: ein Schwergewicht der Forschung an der Universität Hohenheim. Weiterlesen

Afrika / Geophagie: „Erde essen“ als suchtartiges Verhalten

erdeEntgiftende Wirkung von lehmhaltiger Erde als möglicher Hintergrund
Wien (OTS) – 30 bis 80 Prozent der Menschen in Afrika, insbesondere Frauen, essen regelmäßig lehmhaltige Erde – das nennt man Geophagie. Dabei werden täglich immerhin zwischen 100 und 400 Gramm konsumiert. „Vor allem schwangere und stillende Frauen haben praktisch immer Erde dabei. Man kann das am Markt günstig erwerben“, sagt Ruth Kutalek vom Zentrum für Public Health der MedUni Wien (Institut für Sozialmedizin). Die Ursache dieses Verhaltens, das es früher auch weit verbreitet in Europa und Asien gab, ist noch ungeklärt und weitgehend unerforscht. Jetzt konnte eine Studie an der MedUni Wien zeigen, dass es sich dabei um ein suchtartiges Verhalten handelt.  Weiterlesen

Pressespiegel der Afrika Stiftung, KW 48

das_logoWahlen in Gambia
Am gestrigen Donnerstag wurde in dem kleinen Land Westafrikas zu Wahlen aufgerufen. Neben dem seit 22 Jahren regierenden Staatschef Yahya Jammeh stellte sich mit Adama Barrow ein gemeinsamer Kandidat der Opposition zur Wahl. Etwa 900.000 Menschen sind wahlberechtigt, viele davon junge Leute, die keinen anderen Regierungschef als Jammeh kennen. Unabhängige Beobachterorganisationen wie Human Rights Watch warnten vor einem „Klima der Angst“, denn Jammeh, der sich selbst als “Aidsheiler” sieht und ankündigte, sein Land noch eine Million Jahre zu regieren, führt Gambia seit jeher mit harter Hand. Weiterlesen